Die Blockflöte

Seit Januar 2006 spiele ich Blockflöte und dachte bis zu dem damaligen Anfang, dass Blockflöte immer bedeutet, dass furchtbar falsches Gefiepe an Weihnachten einem ein gezwungenes Lächeln entlocken muss wegen der lieben Kleinen, die sich abmühen.

Aber mittlerweile kenne ich all die verschiedenen Blockflöten und meine Lieblingsflöte ist der Subbass, den Herr Pätzold macht und den könnt ihr euch hier mal ansehen und -hören:

Viele lachen über diese Flöte, weil sie „wie aus Pressspan aussieht“ oder auch lächelnd kommentiert wird mit „Das ist doch eine IKEA-Flöte“ .

Nein, das ist eine richtig echte Flöte, ein teures Musikinstrument mit dem man herrlich Musik machen kann. Ich selber ziehe diesen Subbass deshalb anderen Herstellern vor, weil die Klappen herrlich mitklappern und wenn man mal moderen Musik macht (was selten ist auf einer Blockflöte), dann kann all das Klappern und Draufschlagen einfach wundervoll integriert werden.

Ich spiele seit der Gründung des Blockflötenorchesters Sankt Augustin in 2008 mit und habe großen Spaß mit der Gruppe, den Stücken und dem Dirigenten. Mein Lieblingsspruch von ihm gegenüber meiner Person ist „Das Problem zwischen uns beiden ist, dass sie das Denken übernehmen wollen. Aber hier denke nur ich.“

Übrigens kann jeder in so einem Blockflötenorchester mitspielen. Du wirst ja in der Regel nicht den Sopran (Solo) übernehmen, sondern je tiefer die Flöte, desto mehr kannst du dich auch in einer Masse von anderen Flöten verstecken und Herr Schnabel sagt deutlich „Wenn sie nicht alle Töne spielen können, dann versuchen sie es auch nicht.“ Dann spielt man halt immer nur die Eins oder nur die 4 oder …

Vielleicht habe ich ja die/den ein oder anderen FollowerIn, die/der gerne würde und sich nicht traut, dann schreibt mich einfach an.

Und wenn du nicht aus Köln/Bonn/Rhein-Sieg kommst, dann suchst du hier dein neues Blockflötenorchester.

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Zum Abschluß 3 ganz unterschiedliche Beispiele von Blockflöte, die euch je nach Musikgeschmack ansprechen werden.

1. Wildes Holz für alle, die das Radio der 80er und 90er rauf- und runtersingen können

2. Ganz klassisch Diligam Te Domine (Ich will dich lieben Herr) von Ascanio Trombetti, arrangiert und dirigiert von Paul Leenhouts (bei dem ich mal auf einem Seminar war und ein 12-jähriger Jugend musiziert Wunderknabe geht an mir vorbei in die Pause, klopft mir auf die Schulter und sagt „Da musst du aber noch viel üben“ 😉

3. Etwas klassisches, aber sehr populäres, was fast jeder kennt und deshalb schwingen alle direkt mit beim Hummelflug

Hier ein Zeitungsartikel zum Konzert des Sankt Augustiner Blockflötenorchesters:

 

3 Gedanken zu „Die Blockflöte

  • 20. Februar 2015 um 13:05
    Permalink

    Hallo, ich bin durch Zufall hier gelandet und habe mich wahnsinnig gefreut, eine „Mittäterin“ zu entdecken! Ich spiele auch in einem Blockflötenorchester einen Pätzold-Subbass und liebe es/ihn (ich habe nur leider keinen eigenen). Und Blockflöte ist cool!!

    Liebe Grüße,

    Christiane

    Antworten
  • 12. Oktober 2014 um 17:32
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    Ist das toll; danke! Muß mein Urteil über Vertikalflöten (erworben in mittel-musikalischen Grundschulklassen) grundlegend revidieren.

    Antworten
  • 30. Mai 2013 um 16:30
    Permalink

    Wildes Holz ist großartig. Und schon habe ich eine weitere Idee zu einem Text. Mir macht das Ironbloggen jetzt schon Spaß 🙂

    Antworten

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