„Ich hab ja schon mit 5 getwittert“

Das 1. Bonner BarCamp war ja für viele Erkenntnisse gut. U.a. auch für die, dass ich schon seit meinem 5. Lebensjahr twittere. Glaubt ihr nicht? Gab ja damals noch kein Internet? Ich erklär euch das mal.

Mittags war ich mit jemandem im Gespräch auf dem BarCamp, der mir erzählte, dass er diese neuen Medien ja nicht braucht und vor allem für dieses Twitter hat er überhaupt kein Verständnis.

Plötzlich standen spontan Bilder in meinem Kopf. Mit 9 Jahren kam ich aufs Gymnasium und musste fortan einen Schulbus nehmen. Diesen Schulbus fand ich ganz toll, denn er war mein analoges Twitter.

2015_Bushaltestelle_flickr
(Pic by Thomas Kohler unter CC BY-SA 2.0)

Natürlich war ich immer gute 5 Minuten vor allen anderen an der Bushaltestelle. Sobald das erste andere Schulkind eintraf, quatschte ich es voll: was ich morgens gegessen habe, ob ich was geträumt habe, ob eines meiner Kuscheltiere krank ist, welche Band ich gerade toll finde, wo eine coole Party ist, was ich heute für Unterrichtsfächer habe, wie doof Geschichte ist, dass wir am Wochenende zu meiner Oma fahren …

Mein analoges Twitter. Manchmal gab es Feedback (RT), manchmal hat einer gelacht (Fav) und oft habe ich einfach nur gequatscht, so wie ich auf Twitter einfach mal alles rausposaune, was gerade in meinem Kopf ist.

Ich speichere aus. Damit belastet es mich nicht weiter. Andere schreiben es sich vielleicht als Notiz in ein Büchlein oder eine App. Ich posaune es auf Twitter raus und es ist relativ irrelevant für mich, ob auf meinem Privataccount jemand darauf reagiert oder nicht.

Die Nutzung des Kanal Twitter ist für mich also nur eine logische Fortführung meines Verhaltens an der Bushaltestelle als Kind 😀

 

Ein Gedanke zu „„Ich hab ja schon mit 5 getwittert“

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