Das 1. Bonner BarCamp

Mai 2014. Bierbank auf der re:publica 2014.

Johannes zu Karin: Was hältst du von einem BarCamp in Bonn?

Karin: Ach ja …kann man machen.

<Pause>

Karin: wer organisierts?

Johannes: Du. Und ich.

Karin: Ok, wenn der Sascha noch mitmacht, können wir ja mal drüber reden.

 

Das aus diesem eher emotionslosen Kurzgespräch in der schwachen Berliner Sonne dann ein BarCamp in Bonn wurde bei welchem wir in der Abschlusssession Standing Ovations von einem auch am Abend noch überfüllten Saal bekamen, damit hat niemand gerechnet.

In den Monaten danach trafen wir uns mal hier und mal da, wobei sich das RosaLu als unser Headquarter etabliert hat und diskutierten den Namen und das Ziel. Eigentlich war das Ziel wichtiger, aber weil es so schwierig ist genau zu definieren, was man erreichen möchte und mit wem, läßt man sich immer wieder von Dingen wie „Ha, ha … mir fällt gerade ein total lustiger Name ein.“ ablenken. Und da wir alle 3 nicht wirklich Alkohol trinken, reicht ein Bier um sehr lustige Namen zu finden.

Screenshot 2015-03-01 08.27.25Irgendwann waren wir uns einig: Bonn soll im Namen sein. Wir sind alle 3 zugezogene Bonner, ich seit 26 Jahren und finden, dass es in dieser Stadt sehr viele Leute gibt, die etwas tun wollen, die viele Ideen haben und auch in der Umsetzung gut sind. Aber in einer Stadt zu bestehen, die 2 DAX Konzerne hat und die Vereinten Nationen und vor allen Dingen eine Vergangenheit als Hauptstadt und ein Netzwerk an Altpolitikern, ist sehr schwer.

Neben der Tatsache, dass wir Bonner sind, verbindet uns, dass wir Twittermaniacs sind, dass wir alle 3 Netzwerkmenschen sind und sehr unterschiedliche Netzwerke haben und das wir zwar liebend gerne vor dem Computer sitzen, aber alle 3 auch gerne mit anderen Menschen zusammenhängen und Ideen spinnen.

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Tatsächlich habe ich mal gesagt, dass ich erst durch Twitter so viele Menschen kennenlernte mit denen ich etwas anfangen kann, dass ich erst jetzt gerne weg gehe. Weggehen, nur um ich mit Menschen zu treffen, die ich mir erst gut saufen muss, war irgendwie nie mein Ding.

Richtig los ging es dann erst am 12.11.2014 und der Betreff der email an Johannes und Sascha sagt alles:

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Morgens um 8 Uhr hatte ich mich mit Björn vom fiw verabredet und mir die ehemalige Landesvertretung Rheinland Pfalz angeschaut. Mir war nach 5 Minuten klar: das ist es, aber was will das fiw dafür?

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Die Grippe raffte so manchen dahin. Da wir gnadenlos überbucht haben, hatten wir die Teilnehmerzahl, die wir wollten 😀

 

Das fiw hat uns das komplette Gebäude kostenfrei überlassen inkl. Beamern, Flipcharts und Tralala, Björns Arbeitszeit und zum Aufbau gab es noch die StudentInnen Jenny und Simon dazu, die mit einem Lächeln und Grinsen dauernd rumgelaufen sind, wenn ich schon platt im Stuhl saß.

Als das klar war wußten wir Drei: wir haben es geschafft. Wir haben eine Hürde genommen, die ich als die Höchste empfinde und mit dem fiw wurde ein Partner gefunden, der UNKOMPLIZIERT und mit EIGENVERANTWORTUNG und SPASS an das Projekt ging. Hier wurde nicht ein Vertrag erfüllt und um 1 Beamer geschachert. Hier trafen sich Menschen mit Begeisterung für die Weiterentwicklung Bonns auf Augenhöhe.

Screenshot 2015-03-01 08.44.12Ab dem Moment lief eigentlich die ganze Vorbereitung ohne je ein Problem zu haben.

Sascha machte die Kommunikation mit dem fiw, viel netzwerken und einfach eine Menge Kleinscheiß, wie den WLAN Drucker besorgen bei tänzermedien, ausprobieren, Anleitungen schreiben … ein Tausendsassa.

Johannes Schwerpunkt waren Sponsoren, Rechnungen bezahlen, Sponsorengelder eintreiben, GbR Eintragungen.

Karin quatschte sich durch die Gastronomie Bonns um mal zu schauen was da geht und ich finde: Freibier in Form von lokalem Craft Beer von Ale-Mania VOR der Abschlusssession, tut der Abschlusssession gut 😀

Screenshot 2015-03-01 08.30.56Da ich es liebe Empfang zu machen, habe ich diesen Morgens auch gemacht und ich genieße es, da alle TeilnehmerInnen einmal zu sehen und zu begrüßen und jeden einmal anzulachen.

Mein Platz danach war primär hinter der Theke. Getränke auffüllen und Zeugs wegschmeißen, was TeilnehmerInnen dort den ganzen Tag stehen lassen und Ansprechpartner für alle Fooddinge sein (Buffet von Da Capo, Cafe-Roller, Ale-Mania, Gin und Wasser von Überkinger) oder auch die ständige Frage „Wo ist der fiw Raum?“ Das war die häufigst gestellte Frage gestern 🙂

Nein, ich habe keine einzige Session besucht. Einerseits schade, denn nach und vor dem BarCamp mache ich viel in Bonn. Aber es kamen einige auf mich zu mit denen ich nun Verabredungen und Interviews habe, auf die ich mich sehr freue und einige quatschten ja auch an der Theke mit mir.

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Von meinem zentralen Platz aus habe ich aber beobachtet, wie sich so viele Bonner getroffen haben, gemeinsame Leidenschaften entdeckt haben und ich mache mir keine Sorgen um Open Data in Bonn, freifunk, Silvernerds, Yoga am Arbeitsplatz und auch das Thema „Arbeiten als Selbstständiger“ habe ich immer wieder in Stichworten rausgehört. Großartig!

Ein Besucher von außerhalb sagte mir „Es ist so toll, dass hier viele Konkurrenten auch aufeinander treffen, ihr aber trotzdem verstanden habt, dass man gemeinsam stärker ist und gerade eine Stadt / Region stark macht durch euer Engagement“.

Wir wollten mal zeigen, dass Bonn keine Schlafstadt ist, dass wir ganz viele tolle Leute haben zwischen 11 und >60 Jahren, die sich austauschen, die danach weiter arbeiten werden an Themen und dass wir auch von unten eine ernst zunehmende Bewegung oder Format werden können, das Gehör findet.

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Fazit: Mission accomplished <3

 

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Schönstes Foto des BarCamps: Johannes und Sascha! (Danke an @gsohn dafür!)

 

 

 

 

8 Kommentare zu Das 1. Bonner BarCamp

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