10 Fragen zum (wissenschaftlichen) Bloggen

Schon wieder erreicht mich ein nerviges Blogstöckchen und hat auch noch das Wort „wissenschaftlich“ im Titel. Ok, nur in Klammern gesetzt, aber das ignoriert mein Hirn gerade voll.

Bin ich z.B. bei Bonn geht essen eine Wissenschaftsbloggerin? Warum will mich Sascha Foerster da einbinden?

1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Tatsächlich habe ich mal vor ca. 18 Jahren (es hiess nicht Blog, war eine Website, aber die hatte das Prinzip des heutigen Blogs) angefangen, weil ich abnehmen wollte und dachte, dass ich unter Beobachtung der Öffentlichkeit und dem Druck von Außen eine extrinsische Motivation habe, die mich bei der Stange hält 🙂

Der zweite Blog hier enthielt neben Tausenderlei Dingen irgendwann so viel Gastrokritik aus Bonn, dass ich dafür ein eigenes Portal geschaffen haben namens Bonn Geht Essen, welches mittlerweile lokal ziemlich bekannt ist.

Als Mensch, der eher extrovertiert ist, ist bloggen eine wunderbare Möglichkeit Interessensangebote darzustellen und Feedback von Menschen zu bekommen, die normalerweise gar nicht in meinem Umfeld sind. Ich erweitere also den Kreis an Menschen, die an meiner Arbeit partizipieren können.

2. Worüber bloggst du?

Hier auf Curry and Culture gibt es keinen roten Faden. Das ist das Blog, das für alles herhalten muss, was keinem Thema zugeordnet ist. Das kann der 3D Drucker sein, genauso wie ein Blogstöckchen oder die Balkonbepflanzung und natürlich Bonn.

Auf Bonn geht essen habe ich natürlich ein Thema: Gastrokritik aus Bonn bzw. erweitert sich hier das Portal und bietet auch Möglichkeiten sich immer mehr über Essen und EInkaufen regional zu informieren.

3. Worüber hast du noch nicht gebloggt und möchtest es aber in Zukunft nachholen?

Da gibt es eine Entwürfeliste, die immer mal wieder verworfen wird oder auch nicht 😀

Da stehen Themen wie „Gamification“, „3D Drucker“, „Replikatoren“, „Balkon 2014“, „Bonner Stadtvisionen“ und immer am 12. eines Monats gibt es eine Fotostrecke des Tages.

Es sind also Themen für die man etwas Recherche und Sichtung benötigt, die hinten runter fallen, weil es ja „nur privat“ ist. Eine weitere Kategorie sind philosophische Themen, die ebenfalls so komplex sind, dass sie einfach als Erstes gestrichen werden.

Aber vielleicht sollte ich mal über Mode bloggen. Darüber, wie es sich lebt, wenn es einen Null interessiert und man nur die tägliche Hysterie der anderen verfolgt und sich selber dauernd fragt „Was soll das?“

4. Welchen Blog hast du als erstes gelesen?

Der erste wirkliche Blog war ein Foodblog einer Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund, die auf Deutsch türkische Rezepte bloggte über viele Jahre. Dann hat sie den Blog irgendwann beendet. Heute ist das keine Sensation mehr, damals war es für mich ein Blick in die weite Welt, die neben meiner Haustür liegt.

5. Welchen Blogartikel hast du zuletzt gelesen?

Eine ganz kleine, kurze Geschichte über Klassentreffen.  Dabei habe ich geschmunzelt. Sie ist so belanglos, wie es diese Klassentreffen in der Regel auch sind.

6. Wie können kulturelle bzw. wissenschaftliche Institutionen von Blogs profitieren?

Die Beantwortung dieser Frage sollte eigentlich ein eigener Beitrag werden, denn genau diesen Benefit möchte ich einmal verdeutlichen und ir dafür Zeit nehmen!

7. Welche (wissenschaftlichen) Netzwerke spielen für dich eine wichtige Rolle?

Mein wichtigstes Netzwerk sind die Menschen mit denen ich mich unterhalten habe und längere Gespräche geführt habe. Meine Freunde und Bekannte beantworten meine Aussage „Aber ich kann doch nichts“ immer mit „es gibt keine größere Netzwerkerin wie dich und dein Netzwerk ist dein Asset“ und ich denke, dass sie recht haben.

Meine Schwester erzählt mir heute noch, dass sie es immer so furchtbar fand, dass ich schon zu Schulzeiten die erste an der Bushaltestelle morgens war, damit ich noch mit allen quatschen konnte.

Es ist kein Kapital 3.000 Freunde auf Xing zu haben, die man nicht kennt, nicht vernünftig verschlagwortet hat und zu denen kein Bezug da ist.

Mein Netzwerk ist mein Kapital. Mein Netzwerk ist mein Leben. Mein Netzwerk bereitet mir großen Spaß. Mein Netzwerk ist meine Wissensdatenbank. Mein Netzwerk hat Netzwerke, die ich dann wiederum über neue Kanäle erschließen kann.

Twitter, Instagram & Co sind Netzwerke, die essentiell für mich sind um an das Netzwerk meines Netzwerks zu kommen und somit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass ich Input oder Antworten bekomme. Dabei ist meine Fanseite bei Facebook für Bonn geht essen auch sehr wichtig. Ansonsten aber eher Twitter und Instagram.

8. Werden die digitalen Medien die klassischen Medien verdrängen / niemals auch nur antippen?

Ich wünschte, dass ich diese Frage nicht gestellt bekommen hätte, denn ich finde sie so entsetzlich langweilig. Sie beinhaltet die Angst von Menschen, dass sie etwas „Altes“ oder „Bewährtes“ „verlieren“. Verlieren ist das Gegenteil von gewinnen und damit schon mal in dieser Gesellschaft ein schlechtes Wort. Zudem wollen Menschen je älter sie werden immer bewahren. Man traut sich nur noch wenig Änderungen zu, merkt, dass man körperliche und geistige Begrenzungen seiner Kapazität immer mehr hat und hofft somit auf wenig Änderung.

Mit zunehmendem Alter fällt Lernen einfach schwieriger und dauert länger.

Ob nun digitale Medien die klassischen Medien verdrängen, ersetzen, torpedieren oder was auch immer, ist mir schnurzegal. Ich will nicht an Altem arbeiten, sondern an Neuem. Mich treibt nicht die Frage „Wie läßt sich etwas ersetzen“, sondern „Was ist mein Bedarf und wie kriege ich den effizient, aber auch mit Spaß abgedeckt.“ Finde ich die Antwort, ist es doch perfekt gelaufen und ich kann mich dem nächsten Thema widmen.

Die Antwort auf die Frage lautet sehr kurz: Altes wird immer von Neuem irgendwie verändert werden.

9. Kommentierst du andere Blogs? Warum/nicht?

Ah … Njein.

Also fast gar nicht. Ich möchte oft einen Like-Button drücken (also nicht den von Facebook, sondern eben für den Artikel und der ist nicht da). Kommentieren eigentlich nur da, wo der Blog auf WordPress geschrieben wird, denn da bin ich eingeloggt und muss nicht noch durch ein Prozedere von Captchas oder Anmeldungen, die mich nerven. Sonst würde ich vielleicht öfter mal ein DANKE hinterlassen oder so.

Die Welt mit negativen Kommentaren zutrollen, wie es ja die Lebensaufgabe sehr vieler Menschen zu sein scheint, ist nicht mein Ansinnen. Ich kann Schlechtes unkommentiert lassen, damit es auch einfach keine Beachtung bekommt. Wenn ich die XXXX Zeitung nicht möchte, dann sollte ich sie nicht lesen und nicht kommentieren, wie schlecht sie ist, denn Aufmerksamkeit ist nun mal Aufmerksamkeit.

10. Welche Frage hättest du am Liebsten gestellt bekommen? Beantworte sie.

Natürlich die nach Ruhm und Fame und Glory und warum ich so sexy bin. Aber mein Promistatus scheint dafür noch nicht zu reichen 😀

 

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