Was wir Bonner so machen

Wie immer, wenn eine Sau durch die Timeline getrieben wird, lasse ich sie links liegen und beachte sie nicht. Ein Reflex von mir, den ich trotz erwachsen sein immer noch nicht abstellen konnte. Aber weil mir klar war, dass die Sau keine Sau ist, sondern 100% wirklich interessant oder zumindest nett, habe ich mir natürlich heute endlich das neue Projekt Was machen die da von Isa und Max angeschaut.

Sie werden Menschen interviewen und fotografieren und über diese Menschen erzählen. Menschen wie du und ich. Ein Slogan, den doch schon irgendeine TV Show in den 70ern hatte in der Melodie.

Unspektakulär und wunderbar, wie ich finde. Die Seite hab ich schon in meinem Feedreader und bin gespannt auf spannende Berufe und Menschen und Hobbies. Ich lernte letzthin übrigens eine Frau aus einer Kälberzerlegungsfabrik kennen und weiß, dass ich ein Interview mit ihr machen MUSS. Da ist ein innerer Drang.

Die Popularität des Projektes ist aber der Anlaß dafür noch mal darüber nachzudenken, was bloggen AUCH für mich ist: Vernetzung. Wie erreicht man Vernetzung? In dem man andere Menschen einbindet. Das geht natürlich passiv über eine Kommentarfunktion oder eben auch aktiv in dem man auf andere Menschen mit ähnlichem Interesse zugeht und über sie schreibt oder über sich schreiben läßt oder über ein gemeinsames Thema schreibt. Weiter kommt hier nicht, wer wie in der alten Welt sein Wissen hortet und nur seine eigenen Klickzahlen im Auge hat, sondern heutzutage ist erfolgreich, wer sein Wissen offenbart und eben auch die Klickzahlen derer im Auge hat, die im gleichen Netzwerk agieren.

Kirschblüte in der Bonner Altstadt
Kirschblüte in der Bonner Altstadt

Mit Bonner Blogs hat Sascha Foerster endlich eine Basis geschaffen für eine tolle Bonner Vernetzung.

Chronologisch geordnet oder thematisch sortiert, kann hier wirklich jeder was finden. Davon bin ich überzeugt.

Am 11.11.2013 habe ich das Portal „Bonn geht essen“ geöffnet und was ich dort mache ist, dass ich über das Essen, dass gelernte Köche für mich zubereiten, schreibe. Ich schreibe über meine Erfahrung Gast zu sein in einem Restaurant.

Aber mittlerweile reicht mir das nicht mehr, weil ich viele Menschen kennenlerne, die ich toll finde oder die Tolles machen. In diesem Fall in Bezug auf Essen, aber das ist ja auch ok, denn dafür stehe ich und das Portal und da ist in den letzten Wochen viel in Sachen Vernetzung passiert:

Auf dem Foodcamp lernte ich die Kuechenmamsell kennen und hatte die Idee, dass wir endlich mal einen Stammtisch für Bonner FoodbloggerInnen machen müssen. Da lernen wir uns kennen und ich bin mir sicher, dass das ein oder andere Porträt dabei auch entsteht. Es geht nicht darum die gleichen Meinungen zu teilen und beste Freundinnen zu werden, aber die Foodbloggerszene in Bonn gemeinsam zu stützen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dann hat die Elena Braun wiederum ein Porträt über mich gemacht in ihrem Blog in dem sie Kreative aus Bonn vorstellt. Wow. Ich und kreativ. Ein Wort, dass ich gar nicht mit mir verbinde, weil ich immer an „Malen“ denke und das kann ich nicht.

Auf einem Eisseminar lernte ich den Besitzer vom Milchhof Hommerich kennen, der der Lieferant der Milch für das Eislabor ist. Ich bequatschte ihn und wir haben vereinbart, dass er mal 4 Blogger einlädt und seinen Hof zeigt und dafür gibt es dann bessere und schlechtere Porträts in den Blogs über seinen Hof. Tolle Werbung und wir sehen mal den Hof von dem die Milch fürs Eis herkommt. Schöner Deal für beide Seiten.

Durch die viele Werbung über mich und durch mich, kontaktierte mich dann eines Tages Soledad von @bonntouren, ihres Zeichens eine Bonner Wassersomeliere. Kruzifix. Sowas hatte ich ja auch noch nicht gehört. Nächste Woche habe ich ein treffen um ein Interview mit ihr zu machen (und ich hoffe, dass ich das ein oder andere Gläschen Wasser probieren darf mit ihr 🙂 Sie wird also ein Porträt bei Bonngehtessen bekommen.

Kleiner, langer PfefferBeim Essen im Strandhaus fiel mir ein besonders guter Pfeffer auf. Daraus resultierte für mich a) eine Probe von dem Pfeffer für zuhause b) das Strandhaus hat Lust mit mir ein Interview zu machen und sich porträtieren zu lassen und c) ich bekam die Adresse des Pfefferkönigs und der kommt auch noch aus der Bonner Altstadt und wir hatten kurzen Kontakt, weil ich eben auch mit ihm ein Interview machen möchte. Wer ist der Mann in der Georgstr. der mit hochwertiger Vanille und Pfeffer dealt und dem gute Lebensmittel wichtig sind?

Ach und dann meldete sich bei mir noch Leni, die gemeinsam mit mir eine Cafebesitzer Porträt Reihe machen wird. Sie liefert die Fotos und ich mache die Interviews und ich freue mich da sehr drauf. Kleines Projekt mit einigen Besitzern. Toll.

Zudem besitze ich nun einen Camcorder … aber Ziel ist, dass die 1falt diesen in Händen hält und ich labere oder höre anderen zu 😉 Mal schauen … wir üben noch. Und die 1falt wiederum würde ich nicht kennen, wenn der Zufall uns nicht auf Twitter zusammen gebracht hätte.

Die offizielle Tourismus Information der Stadt Bonn meldete sich auch bei mir und wir planen ein gemeinsames Event bei dem 4 große Hotels ihre Küche öffnen für ein paar Foodblogger und diese eine kleine Rundreise machen könnten und gemeinsam mit Köchen diskutieren können über Trends u.ä.

Und fast vergessen hätte ich noch die Kristine Honig, die ein Interview mit mir machte zur Foodfotografie und ein anderes Mal zum Thema Vernetzung und dort Food und Tourismus als Thema hatte.

Das Siebengebirge im Sonnenuntergang
Das Siebengebirge im Sonnenuntergang

Und dann gibt es in Bonn doch schon den Stammtisch der Lifestyle Mädchen (einfach bei der Missbonnebonn melden) und die Ironblogger und den Social Media Club Bonn und die Social Media Bar und den Twittwoch und die Kulturfrizzies befruchten sich doch auch in vielen tollen Aktionen (einfach mal bei Helge oder Christoph melden) … da ist schon einiges an Vernetzung und ich sehe noch mehr kommen.

In diesem Sinne: stellt euch vor, porträtiert euch, gemeinsam sind wir stärker und ich finde es klasse, wenn wir noch viel mehr erfahren, wer was macht in dieser Bonner „Neuland“ Szene. So viel Vernetzung macht Spaß, entwickelt sich und Langeweile entsteht bei so vielen neuen Projekten einfach nie.

 

Ein Gedanke zu „Was wir Bonner so machen

  • 2. April 2014 um 16:25
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    Oh wie ich mich auf unser Treffen freue…ich habe auch noch soooo viele Ideen und einiges vor, aber das bequatschen wir dann bei unseren Treffen! Danke für diesen Artikel und die gute Zusammenfassung!

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