Bücherliste 2013 – Quartal 3

Quartal 3 beinhaltet die vielen Sommermonate und naturgemäß lese ich dann weniger, weil ich mehr spaziere oder in Cafes sitze und ähnliches. Deswegen gibt es nun eine Menge Perry Rhoden (ohne Kommentare und man sieht an der Sternewertung welche ich gut fand und welche nicht) und einiges andere.

Lange Rezensionen gibt es bei Amazon. Hier sind nur Kurzkritiken.

  1. Perry Rhodan 2706, 3- Sterne
  2. Krimi „Im Netz des Spinnenmanns“ von T.R.Ragan, 3 Sterne
    • Letztendlich ein nachvollziehbarer Krimi mit einem Plot nach meinem Geschmack. Mädchen kann sich aus der Gewalt eines Serienmörders befreien und er jagt sie die nächsten Jahrzehnte. Aber leider bleiben die Charaktere viel zu oberflächlich. Solche Bücher kann nur schreiben, wer großartige Psychogramme schreiben kann, die sich in Details und Sprache dann wiederfinden und genau das passiert hier nicht. Dennoch gut zu lesen im Urlaub oder so.
  3. Krimi „Mitten in der Stadt“ von Mechthild Borrmann, 3+ Sterne
    • Nachdem ich „Der Geiger“ so toll fand, wollte ich ein weiteres Buch der Autorin lesen und obwohl es eine ganz andere Geschichte hat, bin ich auch von diesem sehr fasziniert. Am Anfang scheint es um einen Einbruch in einem Juweliergeschäft zu gehen, der nach und nach weiter in den Hintergrund tritt und statt dessen werden wir in die Zwänge, Gewalt, Liebe der Familie Koller eingeführt. Eine Familie, die Täter ist und dennoch wird ihre Psyche und das Millieu so fantastisch erläutert, dass einem bewußt wird, wie sehr wir in unseren Entscheidungen auch oft Gefangene sind.
  4. Sachbuch „Ich bin da noch mal hin“ von Anne Butterfield, 2 Sterne
    • Die 2 Sterne gibt es nur, weil sie mit Hape Kerkeling befreundet ist und weil „Ich bin dann mal weg“ einfach sensationell für mich war. Dieses Buch habe ich nur aus Freundlichkeit bis zum Ende durchgeblättert.
  5. Krimi „Pausenkrimis“ von Heidi Hensges, 3 Sterne
    • Kurzgeschichten sind nicht jedermanns Sache und ich muss zugeben, dass ich mich im Falle von Krimis da auch sehr schwer tue. 3 Sterne kriegen aber Bücher, die gut sind, an denen ich aber meine, dass man sprachlich oder am Roten Faden noch etwas arbeiten kann. Leider gab es 2-3 Geschichten, die ich einfach nicht direkt begriffen habe, dafür gab es aber auch den ein oder anderen Lacher. Kann man zwischendurch gut lesen.
  6. Krimi „Mörder Quote“ von Thomas Herrmanns, 4 Sterne
    • Ganz großes Kino! Der Autor ist einer, der aktuell so manche Bühne und Produktion von hinten sieht und so macht er, was er täglich sieht und was gerade wie Sau in Deutdschland hyped: einen Krimi über die wunderbare Welt der Casting Shows schreiben. Und siehe da: der Mann kann richtig gut schreiben. Das ist kein billiger Abklatsch, der auf einer Erfolgscastingshowwelle reitet, sondern da hat jemand einen Plot, eine Story, Figuren und Dramen und bringt all das ganz wunderbar zusammen. Wer die Kombination Krimi mit etwas Comedy mag, dem kann ich diesen Thriller nur wärmstens empfehlen!
  7. Krimi „Längst vergangen“ von John Rector, 2+ Sterne
    • Uiuiui … „eigentlich“ gut. Eigentlich. Aber dann entsinnt sich der Autor seiner amerikanischen Wurzeln und plötzlich muss alles noch fetter, verworrener, glitzernder und abstruser werden und was übrig bleibt, ist leider ein wirrer Klumpen Buchstaben mit einem Ende an dem ich nur „Hä?“ mache.
  8. Biografie „Kindermund“ von Pola Kinski, 4+ Sterne
    • Eine großartige Biografie, die Pola Kinski geschrieben hat. Sensibel, leise, gewalttätig, verstörend erzählt sie ihr Leben und bleibt dabei in einer ganzheitlichen Betrachtung. Der berühmte und dominante Vater, der sie sexuell misbraucht, aber daneben eben auch die emotionale Vernachlässigung durch die Mutter, die den Boden bereitete für ein Kind, dass sich Liebe sehr verzweifelt gesucht hat und bekam. Pola reduziert und bleibt immer nahe bei sich. Sie ist im Mittelpunkt und das ist gut so, denn es ist ihre Geschichte. Und sie beschönigt ihre eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler nicht, ungeachtet der Tatsache, dass um sie herum auch viele Fehler gemacht wurden. Wer mit so viel Gewalt (mehr in Worten, als in Taten, die sie andeutet, aber nicht detailliert beschreibt) umgehen kann, dem empfehle ich diese berührende Biografie sehr.
  9. Perry Rhodan 2708, 4 Sterne
  10. Sachbuch „Kleiner Guide zur Esskultur in Köln“ von Anke von Heyl, 3+ Sterne
    • Ich musste 2 Mal anfangen, weil ich ganz zu Anfang merkte, dass ich zu oberflächlich quer gelesen hatte wohl in der Erwartung, dass es seichte Geschichten mit Rezepten geben würde und irgendwann feststellte, dass es richtigen Inhalt gibt, den ich schon verpaßt hatte.
      Also noch mal angefangen und ich bin von dem kleinen Büchlein sehr angetan, um es schon mal vorab zu sagen.Meiner Meinung nach gibt es eine 2-Teilung, wobei die ersten Kapitel sehr viele Geschichten aus der Historie der Stadt beinhalten und eine gute Recherche dem ganzen zugrunde liegt. Ich habe sehr viel gelernt über die Gabel, den Hering, den Reichtum der Kohlbauern, verschiedene berühmte Gemälde mit Stilleben, die Affäre Casanovas mit der Bürgermeistersgattin, woher der Streukoche seinen Namen hat und das Schokolade als Getränk in der Fastenzeit erlaubt ist.
      All dies habe ich gerne gelesen und nicht etwa verkniffen mir aneignen müssen.Der zweite Teil des Büchleins ist dann der „Guide“ in dem ich nachschlagen kann, wo empfohlene Kneipen, Restaurants, Gourmetshops etc. sind. Dazu gibt es dann kurze Beschreibungen der Lokalitäten, die ich immer warm und freundlich empfinde.Was ich sehr schätze, ist, dass es wirklich zu allem Links gibt. Wird ein Restaurant, ein Museum, ein Gemälde oder ähnliches erwähnt, dann gibt es dahinter immer einen Link zum Ort und oft auch zu einer Seite mit weiterführenden Links. Das gefällt mir, denn es nutzt die Möglichkeiten der Vernetzung. Dieses Buch sollte jedem Kölner und jeder Kölnerin Spaß machen und wer zu Besuch kommt, der wird hier eine Menge Infos bekommen mit denen man dann auch vor den Gastgebern prahlen kann 🙂
  11. Frauenbuch „Vom Liebesleben der Stechpalme“  von Maria Kolenda, 2+ Sterne
    • Oh je … wie kam ich denn zu dem Buch? Bücherschrank? Ich weiss es nicht und es lohnt auch nicht. Man stolpert von einer Belanglosigkeit in die Nächste, während man die Hauptfigur dabei begleitet, wie sie ihre Jugendliebe ins Bett kriegen will.
  12. Perry Rhodan 2709
  13. Roman „Mücken bei 30 Grad minus“ von Sven L. Simon, 3+ Sterne
    • Herrlich und kurzweilig. Von einem, der auswanderte und darüber amüsante Kurzgeschichten mit einem Augenzwinkern schrieb. Ich fühlte mich in jeder Pause in der ich das Buch zur Hand nahm gut amüsiert, denn der Autor kann wunderbar über sich selber lachen.
  14. Perry Rhodan 2710 3
  15. Fachbuch „In Teufels Küche“ von Jörg Zipprick 3+
    • Ich habe noch nie ein Buch eines Gastrokritikers gelesen und bin einfach mal hinten runter gefallen. Mein Glaube an das Gute der Sterneküche, hat sich relativiert und ich definiere neue Maßstäbe. Das Buch ist gut und für mich Augenöffnend, was ich gerade auch mal gebraucht habe. Danke dafür. Ob es eine große Abrechnung ist, weil Jörg Zipprick ausgestiegen ist oder nicht, dass mögen andere beurteilen. Für mich und meine Entwicklung gerade auch in Sachen Gastrokritik, was es wichtig.
  16. Fachbuch „Gault Millau“ 1 Stern
    • So. Hm. Es kommt eine Rezension der Kindle Version, was in diesem Falle relevant ist, denn den Inhalt kritisiere ich nicht. Der Gault Millau ist ein durchaus guter Anhaltspunkt für gutes Essen. Aber wer hat denn dieses eBook verbrochen? Ich kann keine Kommentare schreiben, dass Laden, obwohl es ja gedownloaded ist dauert Jahrhunderte. Wenn ich mal vor oder zurück blättern will, verliere ich die Nerven, weil nichts passiert und wer vom Inhaltsverzeichnis springen möchte oder so … ha ha …. erwarte nichts, denn du kriegst nichts. Für diese Version Geld zu verlangen ist schlichtweg eine Frechheit!
  17. Thriller „Riptide“ von Preston Child, 4 Sterne
    • Preston und Child schreiben einfach geile Thriller wie ich finde. Auch Riptide ist genial, denn hier geht es um einen uralten Schatz und wir dürfen alle so ein bißchen Schatzjäger auf einer kleinen Insel in Maine werden und dabei weht uns der Wind der modernen Technik um die Nase. Drama und Action und Liebe ganz nach meinem Geschmack.
  18. Perry Rhodan 2711 3
  19. Perry Rhodan 2712 3+
  20. Perry Rhodan 2713 3+
  21. Perry Rhodan 2714 2+
  22. Roman „Suna“ von Pia Ziefle, 4+ Sterne
    • Ganz groß. Ganz ganz groß. „Lies doch mal ein Buch über die Geschichte von Gastarbeiterfamilien in Deutschland“ hätte ich eher mit so einem „Och … nööö…“ abgetan. Ich habs nur gekauft, weil es alle toll finden und dann wollte ich es auch lesen. Worum es ging, wußte ich nicht. Es dauerte aber auch keine Seite bis mich die Sprache fesselte. Ein leises Buch mit persönlichen Tönen, die in der Tiefe nachhallen. Die eigenen Wurzeln finden und verfolgen um damit die eigene Seele zu reaparieren… eine großartige Geschichte, die meine Schwester und meine Nachbarin danach verschlungen haben und ebenfalls begeistert sind. Wer leise Töne aushalten kann, dem ist das Buch sehr empfohlen.
  23. Perry Rhodan 2715
  24. Perry Rhodan 2716
  25. Perry Rhodan 2717
  26. Thriller „Moonraker“ von Ian Fleming, 3+ Sterne
    • Oh je … ich bin nach wie vor von Ian Fleming und seinen James Bond Romanen begeistert, aber ich gestehe, dass Moonraker einfach nicht mein Highlight ist. Ich finde schon den Film selten dämlich und auch wenn die Geschichte im Buch doch sehr anders ist und z.B. nur in England spielt, bleibt Moonraker trotz guter Sprache einfach eine Story, die mir nicht so liegt. Ist ja nicht schlimm 🙂
    • PS: wenn es stimmt, dass Ian Fleming eigentlich Cary Grant vor seinem geistigen Auge sah, wenn er James Bond beschrieb, dann empfehle ich nach den seitenlangen Beschreibungen der Physiognomie des 007 „Arsen und Spitzenhäubchen“ anzuschauen. Ihr fallt um, wenn ihr Cary Grant seht 😉
  27. Krimi „Inspektor Jury schläft außer Haus“ von Martha Grimes, 1 Stern
    • Es tut mir leid, dass ich dieser hochgelobten Reihe einer hochgelobten Autorin so gar nichts abgewinnen kann. Gar nichts. Zuende lesen war mir nicht möglich. So stelle ich mir Geschichten von gelangweilten Hausfrauen vor. Zu viel für meine Nerven.

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