Abends

Du legst dich auf das Bett. Es ist ein dunkler Raum. Eine Kerze. Die Geräusche der Straße.

Ich sehe deinen Rücken, den Hintern, die Beine. Nicht zu viele Muskeln, aber auch nicht schlaff. Die kleinen Wirbel stehen teilweise hervor. Man kann sie einzeln erkennen. Gleich werde ich sie mit meiner Hand berühren, umschmeicheln, streicheln und auch drücken. Ich knie mich neben dich. Das Öl glitzert im Schein der Kerze. Die öligen Tropfen fallen auf deinen Rücken und bilden kleine Ozeane auf deiner Haut in denen ich versinken möchte. Meine Finger berühren das Öl und malen Bilder auf deinem Rücken. Von der Wirbelsäule zum Schulterblatt, vorbei an deinem Leberfleck. Dann vom Hals runter zur Wirbelsäule und in Kreisen um die einzelnen Wirbel herum.Du räkelst dich. Ein leiser Seufzer.

Ich knie mich über dich. Meine Schenkel berühren deine Hüften. Es sind weiche Schenkel, die deine starken Hüften umspielen. Meine Hände sind bereits glitschig und ich lege sie auf deinen Rücken. Langsam fahre ich über deinen Rücken, knete, massiere, schlage leicht, klopfe und streichle. Zärtlich folge ich den Linien des Körpers, die die Natur vorgibt. Rauf und runter. Seitwärts. Es ist ein Rausch, deinen Körper zu streicheln und zu berühren. Gedanken sind nicht mehr da. Der Raum ist leer. Es ist schön, daß der Raum leer ist. Nur unsere zwei Körper und Gefühle.

Ein zärtlicher Kuß auf deinen Nacken. Ich merke, daß dein Atem für einen Moment lauter wird. Aber ich massiere weiter. Deine Beine ziehen mich an. Die Muskeln dort lockern durch eine kreisende Massage. Streicheln. Hoch und runter. Mit Öl läßt es sich langsamer gleiten. Man kann die Beine sanft umfassen, etwas fester zudrücken und kneten.

Sanft gleite ich mit meinen Händen über deinen Hintern. Ich ertaste mir seine Schönheit. Gleite tief runter, dorthin, wo deine Beine ansetzen und merke, wie du anfängst etwas schneller und lauter auszuatmen. Es macht Spaß, dein Blut in Wallung zu bringen. Aber ich bleibe auch nicht ruhig. Dieses weiche Fleisch, das deinen Hintern bildet ist einfach traumhaft. Man kann reinfassen, zupacken, darin versinken.Wir könnten Stunden so liegen.

Ich knie wieder über dir, als du dich langsam zwischen meinen Beinen umdrehst.Natürlich merke ich es sofort. Du hast eine Erektion. Sie berührt ganz zart meine Schamlippen, die bereits nach dir schreien. Ich schaue dir lange in die Augen. Meine Hände ruhen auf deinem Bauch. Du schließt deine Augen wieder.Als das Öl auf deinen Oberbauch tropft, zuckst du unmerklich zusammen. Ich verstreiche es. Dein strammer Bauch. Du entspannst dich und er wird sanft und bleibt doch schön. Deine Brustmuskulatur ist entspannt. Deine Brustwarzen rufen nach mir. Ich umkreise sie sanft. Drücke sie leicht. Meine Hände gleiten weiter zu deinen Schultern, umschmeicheln sie und packen etwas härter zu. Sanft fahre ich über deinen Kehlkopf, du mußt schlucken. Aber du bleibst entspannt. Bei all meinen Bewegungen achte ich darauf, daß deine Erektion immer in Körperkontakt zu mir bleibt. Fast nicht zu spüren, aber eben immer da. Es erregt dich und mich, an diesen Stellen verbunden zu sein und doch nicht mehr zu haben. Gibt es mehr, als sich fallen zu lassen?

Ich drücke dir sanft einen Kuß auf die Lippen. Dann knie ich mich neben dich. Es ist fast wie eine Entfremdung. Das erste Mal kann ich mir nun deine Erektion anschauen. Währenddessen streichle ich deine Oberschenkel. Kreise auf ihnen mit meinen Händen. Aber mein Blick läßt dein Geschlecht nicht mehr aus den Augen. Es macht Spaß ihn anzuschauen. Und dann lasse ich unerwartet einige Tropfen Öl darauf fallen.

Du zuckst, da du das nicht erwartet hattest. Aber deine Augen bleiben geschlossen und du bist weiterhin entspannt, wenn auch sexuell angespannt. Also mache ich weiter. Mit einem einzigen Finger folge ich dem Öl, welches von deinem Penis runterläuft, ein Teil runter zu deinem Sack und dann weg. Ich nehme dann meine ganze Hand und streichle und fasse alles, was es dort zu streicheln und zu packen gibt. Der Stamm ist ganz hart. Adern treten hervor. Der Sack ist weich. Ich spiele herum. Erfreue mich des Anblicks. Ich knie wieder über dir. Spüre dich. Fasse deine Hände und führe sie zu meinen Brüsten.

Du öffnest deine Augen. Dein Oberkörper kommt hoch und wir küssen uns.

Die Nacht wird noch lange nicht zu Ende sein, auch wenn die Kerzen bereits runtergebrannt sind

(03.02.1998)

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